Wilkommen bei den Kupferhupfern

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Pädagogisches Konzept

 

 

Das ist eine ältere Version. Wir sind gerade dabei, die Konzeption zu überarbeiten !!!

 

 

Kinderladen
Kupferhupfer e.V.
Kupferstraße 28
90478 Nürnberg
Tel. 0911 – 472501
E-Mail: kupferhupfer@web.de
www.info@kupferhupfer.de
Pädagogisches Konzept
Pädagogisches Konzept Kinderladen Kupferhupfer e.V.
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Gliederung
Einleitung.................................................................................................................... 4
1. Grundlagen und Ethik............................................................................................. 5
1.1. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für unseren Auftrag .................................. 5
1.2. Finanzierung........................................................................................................ 5
1.3. Qualitätssicherung............................................................................................... 5
1.3.1. Gruppengröße und Altersstruktur ..................................................................... 5
1.3.2. Personal und Anstellungsschlüssel .................................................................. 6
1.3.3. Schließzeiten .................................................................................................... 6
1.3.4. Elternbefragung ................................................................................................ 7
1.4. Wie wir den Auftrag für uns interpretieren ........................................................... 7
1.5. Wie wir den Auftrag als Kindestageseinrichtung verstehen................................. 8
1.6. Was wir von uns fordern...................................................................................... 9
1.7. Unsere Haltung und unser Blick auf die Gesellschaft und die damit ver- ..............
bundene Menschen- und Kinderbilder .............................................................. 10
1.7.1. Unser Bild der Gesellschaft wie wir es für unsere Situation vorfinden ............ 10
1.7.2. Unsere Annahmen über Menschen- Kinderbilder für die Arbeit...................... 10
1.8. Wie der Auftrag für unseren Träger und die Familien verstanden wird.............. 10
1.8.1 Aus der Geschichte des Kinderladens............................................................. 10
1.8.2. Aus dem Konzept einer Elterninitiative ........................................................... 11
1.9. Grenzen............................................................................................................. 12
1.10. Zusammenfassung und Bedeutung für unsere Arbeit ..................................... 12
2. Ziele, Absichten und Methoden .............................................................................13
2.1. Unsere Absichten, Ziele und die daraus abgeleiteten Hauptaufgaben .............. 13
2.2. Mit folgenden methodischen Konzepten arbeiten wir ........................................ 13
2.2.1. Der lebensweltorientierter Ansatz................................................................... 13
2.2.2. Der heilpädagogische Ansatz ......................................................................... 14
2.2.3. Der gestaltpädagogische Ansatz .................................................................... 14
2.2.4. Der raumorientierte Ansatz............................................................................. 14
2.2.5. Der erwachsenenbildnerische Ansatz............................................................. 14
2.3. Zusammenfassung ............................................................................................ 15
3. Die Umsetzung in die Tagesstruktur......................................................................16
3.1. Unsere Binnenstruktur im Tagesablauf.............................................................. 16
3.1.1. Die Übergangszeiten zwischen den Lebenswelten aller Beteiligten ............... 16
3.1.2. Die Spielzeiten: Innen und Außen .................................................................. 16
3.1.3. Die thematischen Angebots- und Bildungszeiten ........................................... 17
3.1.4. Essenszeiten .................................................................................................. 18
3.1.5. Die Projektzeiten und die Vernetzung nach Außen ........................................ 19
3.1.6. Versorgungszeiten.......................................................................................... 19
3.1.7. Die Übergangszeiten zwischen den Elementen als Qualität........................... 20
3.2. Unsere Struktur der Übergangszeiten zwischen den Lebenswelten................. 20
3.3. Unsere Struktur für Familienarbeit..................................................................... 21
3.3.1. Zeit für Entwicklungsgespräche für Familien .................................................. 21
3.3.2. Zeit für erwachsenenorientierte Bildungsarbeit anhand von Schlüssel- .............
themen ........................................................................................................... 22
3.3.3. Zeit für gemeinsame Aktivitäten ..................................................................... 22
3.4. Unsere Struktur für die Vernetzung nach Innen und Außen .............................. 22
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3.4.1. Zeit für Organisation in unserer Einrichtung ................................................... 22
3.4.2. Die Vernetzung mit Fachdiensten und Projekten............................................ 24
3.5. Unsere Struktur für Verwaltungsaufgaben nach Innen und Außen.................... 25
3.6. Wie wir unseren Tagesablauf koordinieren, damit unser thematisches Pro- .........
gramm für die Einzel- und Gruppenarbeit für alle Beteiligten in Balance ...............
bleibt .................................................................................................................. 25
3.7. Zusammenfassung und Bedeutung für unsere Arbeit ....................................... 26
4. Unsere strukturelle Zusammenarbeit.....................................................................27
4.1. Wie wir unsere Zusammenarbeit organisieren .................................................. 27
4.2. Wie wir uns nach Innen vernetzen..................................................................... 27
4.3. Wie wir uns nach Außen vernetzen ................................................................... 28
4.4. Wie wir unsere Räumlichkeiten organisieren..................................................... 28
4.5. Zusammenfassung und Bedeutung für unsere Arbeit ....................................... 31
Schlussgedanken ......................................................................................................33
Literaturverzeichnis ...................................................................................................34
Anhang ......................................................................................................................37
Pädagogisches Konzept Kinderladen Kupferhupfer e.V.
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Einleitung
In der Geschichte der Kinderläden haben Eltern sehr bewusst eine Alternative zu den
bestehenden oft konfessionell geprägten Kindertagesstätten gesucht. Die Eltern wollten
mitbestimmen, mitgestalten und neue Wege gehen. Die Kinder mit ihren Bedürfnissen
sollten im Mittelpunkt der Arbeit stehen.
Eine aktive Erziehungspartnerschaft wurde auch im Kinderladen Kupferhupfer e.V.
seit der Gründung 1983 praktiziert und in der Vereinssatzung festgeschrieben.
Die Arbeitsweisen und Konzeptionen der Kinderläden und selbstorganisierten Kindertagesstätten
haben sich mit den Jahren verändert.
Im Mittelpunkt steht aber immer noch das Kind und die Einsicht, dass Bildung und
Erziehung sehr viel mit Beziehung zu tun haben.
Auch heute noch sind Kinderläden Orte für Familien, in denen Kinder die Chance
haben, durch den engen Kontakt untereinander neben den Erfahrungen im Kinderladen
von den „Bildungsangeboten“ der anderen Familien zu profitieren.
Dabei verstehen wir Bildung als einen Prozess, in dem wir uns die Welt durch unsere
Tätigkeiten erschließen und uns so Wissen und Können aneignen.
Deutlich wird immer wieder, dass die Eltern als Träger der Kindertagesstätte sehr an
der Qualität der pädagogischen Arbeit interessiert sind und dadurch Entscheidungen
nie nur aufgrund finanzieller Gegebenheiten getroffen werden.
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1. Grundlagen und Ethik
1.1. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für unseren Auftrag
Die Elterninitiativen sind Träger der freien Jugendhilfe. Der Verein Kupferhupfer e.V.
mit Sitz in der Kupferstraße 28 in Nürnberg hat die Betriebserlaubnis für eine familienergänzende
Kindertagesstätte nach § 45 KJHG.
Gesetzliche Grundlagen sind das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) mit seinen
Durchführungsverordnungen und das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz
(BayKiBiG).
Gemäß dem KJHG sehen wir die Kernpunkte unserer Grundhaltung bezüglich der
Erziehung, Bildung und Betreuung untrennbar miteinander verbunden.
1.2. Finanzierung
Gemäß dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz erhält der Kinderladen
die kindbezogene Förderung je nach gebuchter Betreuungszeit und dem Gewichtungsfaktor
zur Hälfte von Stadt und Land.
Die Differenz zwischen den Ausgaben (vor allem Personalkosten und Miete) und
Einnahmen (kindbezogene Förderung, Spenden, Beiträge von Fördermitgliedern)
muss von den Eltern in Form von Elternbeiträgen gestaffelt nach der gebuchten
Betreuungszeit geleistet werden.
Um den Beitrag für Eltern erschwinglich zu machen, übernehmen sie Aufgaben wie
Kochen, Putzen, Renovieren usw. selbst.
1.3. Qualitätssicherung
1.3.1. Gruppengröße und Altersstruktur
Die Gruppengröße ist auch aufgrund der räumlichen Gegebenheiten auf 15 bis maximal
20 Kinder im Alter von 2,8 Jahren bis zur Einschulung festgelegt.
Wünschenswert sind eine heterogene Altersverteilung und ein ausgewogenes Verhältnis
zwischen Mädchen und Jungen. Die Zahl der unter Dreijährigen sollte aufgrund
des erhöhten Betreuungsaufwandes auf zwei Kinder beschränkt sein.
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1.3.2. Personal und Anstellungsschlüssel
Um dem Auftrag zur Erziehung, Bildung und Betreuung gerecht zu werden, sind für
die eingruppige Kindertagesstätte vier pädagogische Fachkräfte, und eine Praktikantin/
ein Praktikant mit 39,0 Std, 30 Std., 21 Std. 17,5 Std und 39,0 Std. in der Woche angestellt.
Eine der staatlich anerkannten Erzieherinnen verfügt über die Grundprinzipien der Montessori Pädagogik.
Es wird ein Anstellungsschlüssel gemäß dem Bayerischen Kinderbildungs- und Erziehungsgesetzes
von 1 zu 10,5 angestrebt.
Zwei der beschäftigten pädagogischen Fachkräfte sollten mindestens staatlich anerkannte
ErzieherInnen sein.
Für deren kontinuierliche Qualifizierung stehen jeder Person mindestens fünf, bzw. 4 Tage
im Jahr für Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung.
Außerdem erhält das gesamte pädagogische Team regelmäßig Supervision.
In der Kernzeit von 8.30 bis 13.45 Uhr arbeiten zwei Erzieherinnen und die Praktikantin/
der Praktikant am Kind. In den Randzeiten sind eine Erzieherin/Kinderpfleger/in und die Praktikant/in
anwesend.
Für den Fall, dass eine der pädagogischen Fachkräfte kurzzeitig ausfällt, wird eine pädagogische Springerkraft oder ein
pädagogisch geschulter Elterndienst eingesetzt. Bei einer längeren Erkrankung wird
für diese Zeit eine gleichwertige pädagogische Fachkraft beschäftigt, um die Kontinuität
der Arbeit mit den Kindern zu gewährleisten.
Aufgrund des umfangreichen Bildungsauftrages und der gegebenen Kernzeit wird
den Eltern eine Buchungszeit von mindestens 5 - 6 Stunden am Tag empfohlen.
1.3.3. Schließzeiten
Die Schließzeiten werden zu Beginn jedes Kinderladenjahres vom Elternbeirat und der Leitung festgelegt.
Neben den Feiertagen ist der Kinderladen zum momentanen Zeitpunkt 1 Woche in den Osterfeiren, 1 Woche in den Pfingstferien
Weihnachtsferien und den letzten drei Sommerferienwochen geschlossen.
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Eine Änderung ist durch einen Beschluss des Elternbeirates jederzeit möglich.
Sollten Eltern Probleme mit der Betreuung in diesen Zeiten haben, kann unter den
Eltern eine Betreuung organisiert werden.
Der Elternbeirat hat sich für diese Schließzeiten entschieden, da ansonsten unter
dem Jahr durch die Urlaubszeiten des pädagogischen Personals viele Zeiten durch
Elterndienste oder andere Personen abgedeckt werden müssten und in der Weihnachtszeit
sowie in den Sommermonaten ein sehr geringer Betreuungsbedarf besteht.
1.3.4. Elternbefragung
Der Kinderladen Kupferhupfer beteiligt sich an den von der SOKE e.V., der Dachorganisation
selbstorganisierter Kindertageseinrichtungen in Nürnberg, regelmäßig
durchgeführten Befragungen bezüglich der Zufriedenheit und den Bedürfnissen der
Familien in den Elterninitiativen.
Die Größe der Einrichtung, die familiäre Atmosphäre und das direkte Mitspracherecht
der Eltern gewährleisten eine gleich bleibend hohe Qualität der pädagogischen Arbeit
und gegebenenfalls eine Änderung der Rahmenbedingungen (z.B. Öffnungszeiten)
nach den Bedürfnissen der Familien.
1.4. Wie wir den Auftrag für uns interpretieren
Unsere Konzeption ist nach der „Integrativen Erziehung“ ausgerichtet und wird nachstehend
dargestellt.
Die Integrative Erziehung baut auf den Grundlagen der Gestaltpädagogik auf, die
ihren Ursprung in der „Humanistischen Psychologie“ hat. Für uns als Team erachten
wir zwei wesentliche Aufträge:
Es ist uns ein wichtiges Ziel, das Kind im Mittelpunkt der Erziehung zu sehen. Das
Kind ist bereits eine eigenständige Persönlichkeit und bringt seine individuelle Lebensgeschichte
mit. Wir sehen das Kind als Leib, Seele, Geist- Organismus in seinem
sozialen und physikalischen Umfeld, wobei wir es in der Entwicklung seiner Gesamtpersönlichkeit
anleiten, unterstützen und fördern.
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Weiter erachten wir es als wesentlichen Auftrag, das Kind als Individuum zu befähigen,
sich in einer sozialen Gruppe zu integrieren.
Demnach arbeiten wir mit dem einzelnen Kind mit seiner individuellen Persönlichkeit,
aber auch mit der Gesamtgruppe, in der jedes Kind da abgeholt wird, wo es in seiner
Entwicklung steht, und in die Gesamtgruppe integriert wird.
1.5. Wie wir den Auftrag als Kindestageseinrichtung verstehen
Im Wesentlichen sehen wir für unsere pädagogische Arbeit drei Bereiche: die Kinder,
die Eltern und das pädagogische Team.
Die Kinder bringen Kompetenzen in den Bereichen Ich-, Sach- und Fachkompetenz
mit und werden in der Kindertagesstätte befähigt, diese bereits vorhandenen Kompetenzen
auszudrücken und weiter auszubauen. In der praktischen Arbeit bedeutet das
für uns, dass wir die einzelnen Basiskompetenzen gleichwertig nebeneinander stellen
und als einen fließenden, immer wieder sich verändernden Prozess verstehen.
Die für uns relevanten Basiskompetenzen, die ebenso im Bayerischen Bildungs- und
Erziehungsplan (BEP) ausführlich beschrieben sind, werden im Folgenden kurz aufgelistet:
• PERSONALE KOMPETENZEN
􀂾 Selbstwahrnehmung
Selbstwertgefühl, Persönlichkeitsentwicklung, Individualität, Selbstvertrauen
􀂾 Kognitive Kompetenzen
Wahrnehmung, Denkfähigkeit, Gedächtnis, Auseinandersetzung mit der Umwelt,
Problemlösefähigkeit, Phantasie und Kreativität
􀂾 Motivationale Kompetenzen
Autonomieerleben, Selbstwirksamkeit, Neugier, Selbstregulation, Kompetenzerleben
􀂾 Physische Kompetenzen
Grob- und feinmotorische Kompetenzen, Körperbewusstsein, Sexualität
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• KOMPETENZEN ZUM HANDELN IM SOZIALEN KONTEXT
􀂾 Soziale Kompetenzen
Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Empathie, Konfliktbewältigung
􀂾 Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenzen
Unvoreingenommenheit, Solidarität, Werthaltungen, Achtung
􀂾 Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
Verantwortung für das eigene Handeln, für andere und für die Umwelt
􀂾 Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe
Akzeptieren und Einhalten von Gesprächsregeln, Einbringen und Überdenken
des eigenen Standpunktes
• LERNMETHODISCHE KOMPETENZ
􀂾 Lernen wie man lernt
• KOMPETENTER UMGANG MIT VERÄNDERUNGEN UND BELASTUNGEN
􀂾 Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
1.6. Was wir von uns fordern
Im Sinne des gruppendynamischen Prozesses, ist es uns wichtig, auf der einen Seite
das Kind mit seinen Stärken und Schwächen zu sehen und auf der anderen Seite die
Gruppe mit ihrer Eigendynamik und den von uns darauf ausgerichteten Interaktionen.
Die Eigenreflexion, sowie die Reflexion der Gesamtgruppe sind sehr wichtig, um die
Entwicklung der Gruppe zu unterstützen, um uns innerhalb der Gruppe genauer anzuschauen
und dadurch nahe am Gruppengeschehen zu bleiben.
Ein wesentlicher Teil der Reflexion ist die Dokumentation der einzelnen Kinder, um
die Entwicklung der einzelnen Basiskompetenzen sichtbar und transparent zu machen.
Dies erfolgt für die Kinder und Eltern in Form von Fotos, Sammelmappen, Beobachtungsbögen
und Anwesenheitslisten sowie für das pädagogische Team in
Form von Gesprächsaufzeichnungen und Protokollen.
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1.7. Unsere Haltung und unser Blick auf die Gesellschaft und die damit verbundene
Menschen- und Kinderbilder
1.7.1. Unser Bild der Gesellschaft wie wir es für unsere Situation vorfinden
Jeder Mensch hat das Recht auf Teilhabe an der Gesellschaft und somit das Recht
auf Bildung.
Wir sehen das Kind als Einheit- Körper, Geist und Seele, und interpretieren Bildung
als Anregung aller Kräfte des Menschen. Wir gehen davon aus, dass Kinder von
frühester Kindheit an eine stimulierende Atmosphäre benötigen, sowie Erwachsene,
die das Kind befähigen, diese Kräfte zu entwickeln, um überhaupt gewisse Basiskompetenzen
ausbilden zu können. Wir sprechen vom „Konstruierenden Kind“, das
sich Bildung selbsttätig aneignet.
Wir verstehen Bildung als Selbst-Tätigkeit des Kindes zur Aneignung von Welt und
Erziehung als Tätigkeit des Erwachsenen mit dem Ziel, alle Kräfte des Kindes dafür
anzuregen.
1.7.2. Unsere Annahmen über Menschen- Kinderbilder für die Arbeit
In der Kindertagesstätte sollen Bildungsprozesse von Kindern durch Erziehung ermöglicht,
unterstützt und herausgefordert, sowie durch Betreuung gesichert werden.
Unsere Annahme besteht darin, dass das Kind sich selbsttätig entwickelt und das
pädagogische Team lediglich die Voraussetzungen und den Rahmen schafft, damit
das Kind befähigt wird, es selbst zu tun (nach Maria Montessori). Das „Selbst Tun“
fördert die Eigenverantwortlichkeit und Wertschätzung sich selbst und der Umwelt
gegenüber.
1.8. Wie der Auftrag für unseren Träger und die Familien verstanden wird
1.8.1 Aus der Geschichte des Kinderladens
Aus der Geschichte des Kinderladens heraus hat sich der Träger (Elterninitiative) im
Jahr 1983 bewusst im Süd - Westen der Stadt Nürnberg platziert, um mit seinem besonderen
Konzept die Wahlmöglichkeiten für Eltern in diesem Stadtteil zu erweitern
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und somit einen Akzent zu bereits bestehenden Kindergärten in diesem Stadtteil zu
setzen.
Im Verlauf der Etablierung hat sich gezeigt, dass sich nicht ausschließlich Eltern aus
dem Stadtteil eingefunden haben, sondern sich das Einzugsgebiet auf weitere Stadtteile
ausgeweitet hat.
Der Ursprungsgedanke, auch Familien mit anderen Muttersprachen im Stadtteil mit
dem Gedanken der partnerschaftlichen Erziehung vertraut zu machen und sie zu integrieren,
konnte bis jetzt nicht vollständig verwirklicht werden. Dies ist bei bilingualen
Familien (z.B. Deutsch- Englisch, Deutsch-Französisch) und russischsprachigen
Familien zwar gut gelungen, allerdings lassen sich Familien mit türkischer Muttersprache
durch das Konzept der Elterninitiative sehr schwer ansprechen.
Somit finden sich derzeit engagierte und interessierte Eltern aus den südlichen und
südwestlichen Stadtteilen (z.B. Gleißhammer, Zabo, St. Peter, Glockenhof) in der
Einrichtung wieder.
1.8.2. Aus dem Konzept einer Elterninitiative
Eltern aus unterschiedlichen Berufssparten und familiären Hintergründen wählen
bewusst eine Elterninitiative, um näher am Entwicklungsprozess ihrer Kinder zu
sein.
Eine offene Kommunikation zwischen Eltern und Fachpersonal durch eine partnerschaftliche
Kooperation ermöglicht den Eltern die aktive Mitwirkung und einen unmittelbaren
inhaltlichen Bezug zur Arbeit in der Kindergruppe.
Unentbehrlich ist eine auf Gegenseitigkeit beruhende Grundhaltung, die eine gemeinsame
Verantwortung für das Kind und die Förderung seiner Entwicklung als
Handlungsmaxime versteht (Erziehungspartnerschaft).
Darüber hinaus werden durch die Mitarbeit verschiedene Kompetenzen der Eltern
erweitert.
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Identifikation, sich gegenseitig austauschen und unterstützen, im Gespräch bleiben
und sich einbringen können sind ebenso wichtige Gründe, die für eine Entscheidung
eines Kinderladens sprechen.
Den Eltern wird vor ihrer Entscheidung durch den Auftritt im Internet, dem Folder,
einem Infoabend und einem „Schnuppertermin“ ein Einblick in die Arbeit des Kinderladens
gewährt.
In einem Aufnahmegespräch mit einem Vorstandsmitglied wird gegenseitig überprüft,
ob die Familien hinter der Arbeit der Elterninitiative stehen können.
1.9. Grenzen
Unsere Einschränkungen bestehen darin, aufgrund der räumlichen Gegebenheiten
Kinder mit gravierenden körperlichen Behinderungen aufzunehmen. Außerdem muss
im Einzelfall entschieden werden, ob einem Kind mit starken psychischen Schwierigkeiten
unter Berücksichtigung der Gruppensituation ein Platz in der Einrichtung zugesichert
werden kann.
Unter diesen beiden Aspekten ist die Aufstockung des Personalschlüssels zu überdenken,
um den erhöhten Betreuungsbedarf abdecken zu können.
1.10. Zusammenfassung und Bedeutung für unsere Arbeit
In unserer pädagogischen Arbeit liefern wir den Rahmen dafür, dass sich die Kinder
wohl fühlen und ihre Entwicklungsschritte mit unserer Unterstützung als ErziehungspartnerInnen
eigenverantwortlich ausbilden und festigen sowie sich mit ihrer sozialen
Umwelt auseinandersetzen können.
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2. Ziele, Absichten und Methoden
2.1. Unsere Absichten, Ziele und die daraus abgeleiteten Hauptaufgaben
Wir setzen unsere Ziele in drei wesentliche Säulen um. Die Arbeit mit den Kindern,
mit den Eltern und mit dem Verein.
Die Arbeit mit dem Kind beinhaltet, dass es lernt, seine Selbst-, Fach-, Sozial-, und
Lernkompetenz auszubauen.
Die Arbeit mit den Eltern erweitert Handlungskompetenzen der Kinder und Eltern.
Wie bereits erwähnt, liegt die Hauptaufgabe darin, das Kind als Individuum zu fördern
und es in die soziale Gruppe zu integrieren. Wichtig für die pädagogische Arbeit
ist es, die Dynamiken der Gruppe zu verstehen, nämlich als Körper- Geist- und Seele-
Einheit, um somit geeignete Methoden zu wählen, um wesentliche Ziele, die sich
aus unserer Grundhaltung ergeben, umsetzen zu können.
Die Arbeit mit dem Verein beinhaltet unter anderem die Auseinandersetzung mit
Team-Vorstandsbelangen, die Vernetzung im Stadtteil und die Öffentlichkeitsarbeit.
2.2. Mit folgenden methodischen Konzepten arbeiten wir
Wir setzen verschiedene Methoden ein, um oben genannte Ziele zu erreichen. Unsere
Methoden greifen ineinander und ergeben in sich selbst wieder eine Einheit. Die
ineinander greifenden Methoden schaffen für alle MitarbeiterInnen einen fachlichen
Zugang, weil sich alle Beteiligten mit ihren jeweiligen Stärken einbringen können.
Wir setzen unterschiedliche pädagogische Ansätze um, die ineinander fließen und
ebenso gegenseitig ineinander Schwerpunkte finden.
2.2.1. Der lebensweltorientierter Ansatz
Wir bieten den Kindern Raum, Zeit und Beziehungen, damit sie ihre Entwicklungsthemen
leben und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten stärken, fördern und ausbauen
können.
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2.2.2. Der heilpädagogische Ansatz
Ausgehend von der Integrativen Erziehung ist die Montessoripädagogik mit dem
Leitgedanken „Hilf mir, es selbst zu tun!“ eine wesentliche Methode im heilpädagogischen
Ansatz. Es geht hier im Wesentlichen darum, über Materialien, eine vorbereitete
Umgebung und Wahrnehmungsmotorik logische Denkprozesse in Gang zu setzen.
Ebenso soll der lebenspraktische Teil der Kinder gestärkt werden, damit es ihnen
gelingt, sich von den Erwachsenen unabhängiger zu machen. (siehe Maria Montessori)
Die Körperwahrnehmung der Kinder ist hier ein wichtiger Teil. Körpergefühl und Körperbewusstsein,
aber ebenso das Wahrnehmen, d.h. „Wer bin ich im Raum?“ Oder
„Was bewirke ich mit meinem Körper im Raum?“ Es geht aber auch um Zusammenhänge
von Innen und Außen, was uns selbst und die Umwelt betrifft.
2.2.3. Der gestaltpädagogische Ansatz
Hierbei ist es uns wichtig, dass die Kinder ihre Beziehungen im Kontakt leben können
sowie ihre Gefühle wahrnehmen und ausdrücken lernen. Dieser Prozess wird als
Entwicklungsaufgabe zwischen den Personen, Dingen und Räumen verstanden.
2.2.4. Der raumorientierte Ansatz
Räume verstehen wir einerseits als vorbereitete Umgebung. Sie müssen veränderbar
sein, um sie gemeinsam mit den Kindern immer wieder bedürfnisorientiert neu erschließen
zu können. Räume sehen wir andererseits als gehaltene Umgebung, die
unsere Pädagogik unterstützt.
2.2.5. Der erwachsenenbildnerische Ansatz
Wir sehen die Eltern als unsere Partner und als soziale Gruppe, die wir in ihrer Erziehungsaufgabe
unterstützen. Das Team unterstützt diese Prozesse durch pädagogische
Elternabende und vorbereitete Elterngespräche. Eltern werden ermutigt, ihre
Kompetenzen einzubringen. Damit verbinden wir die Absicht und das Ziel, die elterlichen
Handlungskompetenzen zu stärken.
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2.3. Zusammenfassung
Unser pädagogischer Alltag wird durch das Zusammenfließen sämtlicher Ziele und
Methoden bereichert, was jedem einzelnen ermöglicht, für ihn relevante Lernschritte
zu machen. Um oben genannte Ansätze praktizieren zu können, halten wir fest, dass
Beobachtungen einen wesentlichen Teil unserer Arbeit ausmachen und ständige Reflexionen
uns befähigen, täglich im Hier und Jetzt zu sein, sowie die Nähe zum gegenwärtigen
Geschehen herzustellen.
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3. Die Umsetzung in die Tagesstruktur
3.1. Unsere Binnenstruktur im Tagesablauf
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7.15 bis 16.30 Uhr
7.15 - 8.30 Uhr Bringzeit
8.30 - 9.15 Uhr Frühstück/Freispiel
9.30 - 10.00 Uhr Morgenkreis
10.00 - 11.30 Uhr Freispielzeit, Projekte, Kleingruppen, Turnen,
Außenaktivitäten
11.45 - 12.15 Uhr Bewegungskreis
12.15 - 12.45 Uhr Gemeinsames Mittagessen

12:00 -  12:15  Uhr Abholzeit
13.00 - 14.00 Uhr Ruhe und Lesezeit
14.00 - 16.30 Uhr Freispielzeit, Projekte, Angebote, Außenaktionen
14:00 - 16.30 Uhr Zweite Abholzeit durchgängi
Die Kernzeit des Kinderladens ist von 8.30 Uhr bis 13.45 Uhr.
3.1.1. Die Übergangszeiten zwischen den Lebenswelten aller Beteiligten
Wenn wir davon ausgehen, dass wir die Kinder im Hier und Jetzt abholen, stellen die
Übergangszeiten eine sehr wichtige pädagogische Zeit für uns dar. Es werden wichtige
Schlüsselthemen wie der Abschied, die Trennung, sowie die Begleitung in die
Gruppe zugelassen, gegebenenfalls auch von uns gesteuert, denn jedes Kind
braucht etwas anderes, um sich angenommen und sich gut aufgehoben zu fühlen.
3.1.2. Die Spielzeiten: Innen und Außen
Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt, wie bereits erwähnt, auf der Selbststeuerung
der Kinder. Gerade im Hinblick darauf, dass Spiel die Sprache des Kindes ist, wo es
sich durch Selbsttätigkeit ausdrückt, Erlebnisse verarbeitet und sich entsprechend
auseinandersetzt, indem es sich Personen, Dinge und Räume wählt, die es gerade
braucht ist es also sehr wichtig, Raum zu geben und Zeit zu lassen, sowohl im Innenbereich
als auch im Außenbereich, damit diese ganzen Prozesse überhaupt erst
in Gang gesetzt und somit auch fließen können. Daher ist Beobachtung und Wahr-
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nehmung für uns sehr bedeutsam, um die Gruppendynamik erkennen und gegebenenfalls
Interventionen einleiten zu können.
3.1.3. Die thematischen Angebots- und Bildungszeiten
Hier werden Thematiken aus den Lebenswelten der Kinder aufgegriffen und gezielt
gefördert. Angebots- und Beschäftigungszeiten sind ein Teil der Bildung. Bildung
„passiert“ unserer Meinung nach permanent.
Zu unseren regelmäßigen Angeboten zählen wir den täglichen Stillekreis, welcher
für die Kinder einen kontinuierlichen Prozess darstellt und dadurch Orientierungshilfe
bietet, was gerade für die jüngeren Kinder von größter Wichtigkeit ist. Außerdem fördern
wir dadurch das Zusammengehörigkeitsgefühl, denn die Kinder erleben sich als
einen Teil in der Gesamtgruppe.
Kinder erleben sich in der Gesamtgruppe anders als in einer Kleingruppe. Sie legen
in einer Kleingruppe andere Rollen als in der Gesamtgruppe an den Tag. Deshalb ist
der Wechsel zwischen den verschiedenen Gruppenarten auch sehr wichtig.
Wir bieten regelmäßig Kleingruppen an, in denen sich Kinder mit gezielten Angeboten
unter Gleichaltrigen erfahren können.
Weitere Orientierungspunkte finden sich auch im Morgenkreis kurz vor dem Frühstück,
einmal wöchentlich in der musikalischen Früherziehung ab 4 Jahren und im
spielerischen Englisch, ebenfalls einmal pro Woche in zwei Kleingruppen aufgeteilt.
Da der Bewegungsraum des Kinderladens („Matratzi“) nur eingeschränkt für Gruppenbewegungen
genutzt werden kann, bietet das Turnen einmal in der Woche im
Bewegungsraum des Hortes in der Scharrerstraße die Gelegenheit, verschiedenste
Bewegungsangebote wahrzunehmen.
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Mit unseren inhaltlichen Schwerpunkten der methodisch-didaktischen Angebote beziehen
wir uns auf den Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und orientieren
diese an folgenden Bereichen:
• Wissenschaft
• Projekte
• Ästhetik
• Sprache
• Wahrnehmung
Außerdem strukturiert sich das Kinderladenjahr durch die Auseinandersetzung mit
Festen im Jahreskreislauf (wie z.B. St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Ostern) Geburtstagsfeiern
und Begrüßungs- und Abschiedsrituale (wie das Übernachten der
Vorschulkinder).
3.1.4. Essenszeiten
Der Kinderladen sieht das gemeinsame Essen als Teil des pädagogischen Konzeptes.
Das Frühstück wird frisch von den MitarbeiterInnen zubereitet, wobei sich verschiedene
Müslis und Semmeln sowie Brot abwechseln. Die Zutaten hierfür stammen
nach Möglichkeit aus biologischem Anbau.
Das Mittagessen wird von den Eltern im täglichen Wechsel vorbereitet und im Kinderladen
fertig gekocht. Dadurch sind die Kinder mit unterschiedlichen Familienküchen
konfrontiert. Die Eltern bemühen sich entsprechend den Empfehlungen der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung um ein abwechslungsreiches, kindgerechtes
Mittagessen, zu dem immer Salat oder Rohkost angeboten wird. Auf Nahrungseinschränkungen
(z.B. kein Schweinefleisch) wird nach Möglichkeit Rücksicht genommen.
Die Lebensmittel, die den Kindern angeboten werden, sollen möglichst hochwertig
sein.
Während des ganzen Kinderladentages steht frisches, aufgeschnittenes Obst und
Gemüse zur Verfügung. Außerdem haben die Kinder jederzeit Zugang zu LeitungsPädagogisches
Konzept Kinderladen Kupferhupfer e.V.
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bzw. Mineralwasser und Tee. Säfte oder ähnliches werden aufgrund des Zuckergehaltes
nur zu besonderen Anlässen angeboten.
Wichtig ist dabei die Kinder mit möglichst vielen verschiedenen Lebensmitteln zu
konfrontieren, um die verschiedenen Sinne, die bei der Zubereitung und dem Verzehr
beteiligt sind, anzuregen und zu schulen. Dazu ist es nötig eine angenehme und
entspannte Tischatmosphäre herzustellen und die Lebensmittel ansprechend anzubieten.
3.1.5. Die Projektzeiten und die Vernetzung nach Außen
Wie auch bereits bei unseren gezielten Angeboten werden hier Thematiken der Kinder
aufgegriffen und weiter ausgeführt.
Jeden Mittwoch ist Ausflugstag („Draußentag“), der den Kindern unter anderem
intensive Natur- und Bewegungserfahrungen mit allen Sinnen bietet. Hier sehen wir
die Möglichkeit, auch mit anderen Einrichtungen oder Institutionen in Kontakt zu treten
und/ oder kulturelle Plätze aufzusuchen (z.B. Kindertheater im Kulturladen Zeltnerschloß,
Abenteuerspielplatz Goldbachwiese, Bücherei).
Außerdem werden Themen aus kulturellen oder technischen Bereichen kennen gelernt
und vertieft, was insgesamt den naturwissenschaftlichen Bereich anspricht und
die Kinder dabei unterstützt, z.B. Zusammenhänge anschaulich zu erfahren und zu
begreifen (z.B. Kindermuseum, Verkehrsmuseum).
Kinder bzw. Familien aus anderen Kulturkreisen unterstützen den eher neuen Prozess
interkulturelle Erziehung zu leisten.
3.1.6. Versorgungszeiten
Versorgungszeiten bedeuten für uns Betreuungszeiten, in der wir für die Kinder und
für die Eltern da sind.
Ziel ist es, dass die Kinder in verschiedenen Bereichen angesprochen werden, wie
beispielsweise Körperbewusstsein, Essensversorgung, Ruhezeit, Hygiene (BasisverPädagogisches
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sorgung) und die Förderung in lebenspraktischen Bereichen (z.B. Blumen gießen,
Zähne putzen, Hände waschen, Schuhe putzen, Tisch decken).
Die Versorgungszeiten sind für uns wichtige pädagogische Maßnahmen, weil sie den
Alltag der Kinder spiegeln und wichtige lebenspraktische Bereiche fördern.
3.1.7. Die Übergangszeiten zwischen den Elementen als Qualität
Im Tagesablauf handelt es sich um einen Prozess, der aber auch veränderbar ist. Es
ist wichtig, dass Kinder eine vorbereitete Umgebung vorfinden, um sich gleich auf ihr
Geschehen einlassen zu können.
Ebenso werden Angebote und Aktivitäten angekündigt, denn so fühlen sich die Kinder
ernst- und wahrgenommen, müssen ihr Spiel nicht sofort beenden, sondern haben
die Möglichkeit, sich darauf einzustellen.
Signale, wie zum Beispiel der Trommelschlag zur Einstimmung des Stillekreises, bieten
eine wichtige Orientierungshilfe.
Die Kinder lernen ihren eigenen Lebensrhythmus zwischen individuellen Bedürfnissen
und dem Kontakt zur sozialen Gruppe in Beziehung zu setzen.
3.2. Unsere Struktur der Übergangszeiten zwischen den Lebenswelten
Zu den wichtigsten Übergangszeiten zählen wir die Bringzeit, die Abholzeiten, Zeiten
zwischen einzelnen Aktionen und Angeboten sowie das Aufräumen. Hierbei handelt
es sich um sehr wichtige pädagogische Zeiten, um Beziehungen zu den Kindern zu
knüpfen und um sie da abzuholen, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen.
Diese Übergangszeiten zeigen unter anderem die Befindlichkeit der Kinder auf und
die Kinder können durch „Lernen am Modell“ ihre Handlungskompetenzen erweitern.
Dadurch wird zum Beispiel eine Aufräumsituation zu einem komplexen Prozess.
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3.3. Unsere Struktur für Familienarbeit
3.3.1. Zeit für Entwicklungsgespräche für Familien
Im Weiteren leisten wir einen großen Schwerpunkt an Elternarbeit. Wir erhoffen uns
reges Engagement im Hinblick der elterlichen Mitarbeit.
Die regelmäßige Teilnahme an pädagogischen und organisatorischen Elternabenden,
pädagogische Elterngespräche und verschiedene andere organisatorische Tätigkeiten,
die ebenfalls von den Eltern getragen werden, sind uns von sehr großer
Bedeutung.
Die Erzieherinnen und die Eltern sehen sich, wie es der Bayerische Erziehungs- und
Bildungsplan (BEP) vorsieht, als Partner in der Erziehung der Kinder.
Für die Eltern da zu sein bedeutet für uns, eine gewisse Anleitung bei Elterndiensten
zu leisten. Bei wichtigen Anliegen der Eltern treten wir gerne in eine Ratgeberfunktion,
um die Eltern zu unterstützen.
Um tiefer in verschiedene Thematiken einsteigen zu können, sind unsere ausführlichen
Elterngespräche angedacht.
Um Informationen und Sachverhalte zu transportieren, setzen wir regelmäßig stattfindende
pädagogische Elternabende an.
Dadurch dass wir Elternarbeit ebenso unter dem Aspekt Bildung und Betreuung sehen,
ergeben sich für unsere Arbeit folgende Aspekte:
• Tür- und Angelgespräche
• Detaillierte, intensive Elterngespräche (mindestens ein mal im Jahr eine Stunde)
• Pädagogische Elternabende (alle 6-8 Wochen)
• Anleitung der Eltern bei Elterndiensten
• Begleitung der Eltern, wenn diese sich mit besonderen Qualitäten in den pädagogischen
Kinderladenalltag einbinden
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3.3.2. Zeit für erwachsenenorientierte Bildungsarbeit anhand von Schlüsselthemen
Anhand von regelmäßig stattfindenden pädagogischen Elternabenden, circa alle
sechs bis acht Wochen, machen wir zum einen unsere pädagogische Arbeit transparent,
zum anderen greifen wir für die Eltern wichtige Themenschwerpunkte auf und
treten gleichzeitig in Kooperationszusammenarbeit mit der Elternschaft.
Schlüsselthemen können sein: Grenzen, Sexualität, Konflikte, Bildung
3.3.3. Zeit für gemeinsame Aktivitäten
Zu den Kupferhupfern zählen wir Kinder, Eltern, Geschwister, das pädagogische
Team und Ehemalige.
Um die Zusammengehörigkeit zu fördern, werden vom pädagogischen Team und
von den Eltern gemeinsame Veranstaltungen zum feiern, sich kennen lernen usw.
organisiert. Dazu zählen der Herbstausflug, das Laternenfest, die Waldweihnacht,
das Osterfrühstück, das Sommerfest und das Zeltwochenende.
Daneben wird die Identifikation der Eltern mit der Einrichtung durch gemeinsame
Renovierungs- und Arbeitsaktionen erhöht.
3.4. Unsere Struktur für die Vernetzung nach Innen und Außen
3.4.1. Zeit für Organisation in unserer Einrichtung
Aufgabenverteilungen innerhalb des pädagogischen Teams erleichtern Organisation
und Aktion.
Die Elternschaft, aber vorrangig der Vorstand, übernehmen einen Großteil der organisatorischen
Arbeit, während die Schwerpunkte des pädagogischen Teams auf den
pädagogischen Belangen des Kinderladens liegen.
Wichtig ist es, dass beide Teile eine Einheit bilden, die untrennbar miteinander verbunden
und zum Wohle aller Beteiligten ausgerichtet sind.
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Neben der Kontaktzeit stehen jeder Erzieherin 6 ½ Stunden wöchentlich als Verfügungszeit
zu. Dazu zählen neben der Vor- und Nachbereitung der pädagogischen
Arbeit die Teamsitzungen, Elternabende, Elterngespräche, Supervision, Team – Vorstandssitzungen,
Anleitung, allgemeine Organisation- und Verwaltungsaufgaben
sowie regelmäßig wiederkehrende andere Tätigkeiten.
3.4.1.1. Teamsitzung
Die wöchentlichen Teamsitzungen, die in der Regel mit zwei Stunden angesetzt sind
machen den Hauptteil der gemeinsamen Planungszeit aus und haben folgende Inhalte:
• Erstellen des Wochenplans, d.h. Angebote und Aktionen werden festgehalten
• Projekte mit den verschiedenen Inhalten werden geplant und reflektiert, z.B.
Waldtage
• Intensive Einzelfallbesprechungen, z.B. Elterngespräche werden gemeinsam
vor- und nachbereitet
• Vorbereitung auf pädagogische und organisatorische Elternabende
• Vorbereitung auf Team- Vorstandsitzungen
• Fachliche und emotionale Auseinandersetzung unter den Teamkolleginnen,
um sich Stärken und Schwächen bewusst zu machen, sonst sehen wir eine Zusammenarbeit
nur bedingt möglich.
• Sonderplanungszeiten wie Konzeptionsplanungstage oder erforderliche Treffen,
wenn es um allgemeine Umstrukturierungen hinsichtlich neuer Öffnungszeiten
geht.
3.4.1.2. Supervision
Die Supervision findet alle vier Wochen statt und macht einen sehr wichtigen Teil
aus, denn das pädagogische Personal wird dazu angehalten, den Blick immer wieder
für Bereiche zu schärfen, was mit Qualität und einer sehr gewinnbringenden Zeit verbunden
ist.
3.4.1.3. Anleitung der Praktikantin
Für die wöchentliche Anleitung der Praktikantin/ des Praktikanten steht einer Erzieherin
eine Stunde zur Verfügung. Damit verbunden sind unter anderem der PraxisPädagogisches
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besuch, das Erstellen von Beurteilungen und die AnleiterInnentreffen der Fachakademie
für Sozialpädagogik.
3.4.1.4. Fortbildungs- und Fachtagungszeiten
Fortbildungs- und Fachtagungszeiten werden genutzt, um sich intensiver mit Thematiken
zu beschäftigen, Neues in die Einrichtung zu bringen sowie die Qualität der Arbeit
zu sichern und zu erhöhen.
Dafür stehen dem pädagogischen Personal fünf Tage im Jahr zur Verfügung.
3.4.2. Die Vernetzung mit Fachdiensten und Projekten
Um die Qualität, die wir als Kinderladen beanspruchen, gewährleisten zu können, ist
eine Öffnung nach Außen und eine Vernetzung mit verschiedenen Fachdiensten unerlässlich.
Durch fachliche Weiterentwicklungen erweitert sich darüber hinaus die Qualität auch
innerhalb der Einrichtung.
Regelmäßig vorhandene Kontakte halten wir beispielsweise zu:
• Frühförderung (Gespräche mit der zuständigen Fachkraft)
• Sprengelschule ( Probeunterricht der Vorschulkinder, Treffen von Schule und Kindertagesstätten
im Stadtteil, Deutsch 2000)
• Hort
• Kinderläden
• Andere Kindertagestätten im Stadtteil
• Fachakademien für Sozialpädagogik (PraktikantIn)
Eltern werden befähigt und gestärkt, sich bei Bedarf an andere pädagogische oder
psychologische Stellen (z.B. Erziehungsberatungsstellen, heilpädagogische Dienste,
Ergotherapie) zu wenden. Von Seiten des Teams können auch erste Kontakte hergestellt
werden. Bei Kindern mit sprachlichen Defiziten ergänzen wir uns mit der logopädischen
Betreuung des jeweiligen Kindes.
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Bei Projekten nehmen wir mit Museen und anderen Einrichtungen, die thematisch
passende Ausstellungen anbieten, Kontakte auf (wie Mammutausstellung, Feuerwehr,
Kindermuseum usw.).
3.5. Unsere Struktur für Verwaltungsaufgaben nach Innen und Außen
Klassische Verwaltungsaufgaben liegen überwiegend beim Vorstand. Das Team beteiligt
sich mit bestimmten Dingen im Tagesablauf wie das Führen der Anwesenheitslisten,
Handkasse, verschiedene Aushänge innerhalb des Kinderladens tätigen oder
gewisse Aufgaben an Eltern delegieren.
Konfliktsituationen können immer entstehen und werden individuell bearbeitet. Konflikte
mit den Kindern werden immer sofort aufgegriffen und oder gegebenenfalls anhand
von Projekten weiter bearbeitet. Konfliktsituationen innerhalb des Teams werden
zeitnah, z.B. in den Teamsitzungen oder Supervisionen besprochen, ggf. werden
Probleme an den Vorstand herangetragen, wo dann noch mal ganz andere Lösungswege
angedacht werden können, denn die Entscheidungsgewalt liegt beim
Vorstand und bei der Elternschaft.
Zeit für die Planung und Koordination der Zusammenarbeit ist in wechselseitiger Beziehung
zu sehen. Die Qualität der Elterninitiativen ist ebenso abhängig von funktionierenden
Grundstrukturen wie z.B. die Verteilung von Verantwortlichkeiten, um Ansprechpartner
zu finden, die in Anspruch genommen werden können.
Die ausführliche interne Organisations- und Kommunikationsstruktur befindet sich im
Anhang.
3.6. Wie wir unseren Tagesablauf koordinieren, damit unser thematisches Programm
für die Einzel- und Gruppenarbeit für alle Beteiligten in Balance
bleibt
Der unter 1.3.2. angestrebte Anstellungsschlüssel ist wichtig, um alle Ressourcen
ausschöpfen zu können. Die Aufgaben innerhalb der personellen Besetzung werden
je nach Relevanz verteilt. Hierbei werden Absprachen getroffen in Auseinandersetzung
mit den Eltern und dem Vorstand.
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3.7. Zusammenfassung und Bedeutung für unsere Arbeit
Für uns geht es darum, ein demokratisches Prinzip zu leben. JedeR hat das Recht,
sich einzubringen und mitzuteilen. Das Team übernimmt den pädagogischen Teil,
um einen reibungslosen Ablauf zu sichern, während die Eltern und der Vorstand für
den organisatorischen Teil verantwortlich sind. Wir leben das Grundprinzip, dass es
in einer demokratischen Struktur immer um Teilhabe auf allen Ebenen geht.
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4. Unsere strukturelle Zusammenarbeit
(siehe auch Organisations- und Kommunikationsstruktur im Anhang)
4.1. Wie wir unsere Zusammenarbeit organisieren
Die unter dem Dach der SOKE e.V. organisierten Elterninitiativen sind eingetragene
Vereine mit der Rechtsform eines freigemeinnützigen Trägers.
Die dazugehörigen Organe sind:
• Vorstand
• Mitgliederversammlung
• Elternbeirat
Jede Elterninitiative hat ihre eigene Satzung mit einem von den Mitgliedern selbst
bestimmten Vereinszweck.
Der Vereinszweck des Kinderladens Kupferhupfer e.V. ist laut Vereinssatzung § 2:
1. Förderung der Erziehung von Kindern im Alter von 2 ½ bis 7 Jahren, längstens zu
deren Einschulung
2. Förderung der Erziehungsförderung der Eltern
4.2. Wie wir uns nach Innen vernetzen
Die Mitglieder der Einrichtung sind Eltern, zum Teil auch Erzieherinnen, die den Verein
selbständig verwalten.
Die Elternschaft übernimmt die Rolle des Arbeitgebers. Durch die Arbeitgeberfunktion
haben Eltern Gestaltungsrecht und die damit verbundenen Pflichten im pädagogischen
und organisatorischen Bereich. Hier wird auch der Vorstand des Kinderladens
gewählt, der sich dann nochmals verstärkt mit den unterschiedlichsten Belangen der
Elterninitiative auseinandersetzt und sich verantwortlich zeigt.
Auch die eingestellten Fachkräfte haben in ihrer Arbeitnehmerrolle Rechte und
Pflichten.
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Das Hauptanliegen zwischen pädagogischem Personal und Elternschaft ist es, zum
Wohle des Kindes miteinander zu arbeiten, was gleichberechtigt und auf demokratischer
Basis passiert. Hierbei muss ein transparenter Austausch stattfinden, was voraussetzt,
dass sich das Team im ständigen Austausch / Reflexion miteinander und
den Eltern gegenüber befindet.
4.3. Wie wir uns nach Außen vernetzen
Bei pädagogischen als auch bei rechtlichen Fragen (z.B. in Bezug auf die Umsetzung
des BayKiBiG) wenden sich sowohl das pädagogische Team als auch der Träger
an die zuständigen Abteilungen des Jugendamtes.
Wir nehmen Kontakte mit anderen Einrichtungen auf und pflegen diese, um bestimmte
Ziele umsetzen zu können. An den Treffen der Kindertagesstätten im Stadtteil
nimmt der Kinderladen regelmäßig teil.
Auch die Beteiligung am Stadtteilfest in Gleißhammer ermöglicht den Kontakt unter
anderen Einrichtungen im Stadtteil und ist gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit für den
Kinderladen.
Durch die Mitgliedschaft in der SOKE e.V. kann der Kinderladen ein breites Spektrum
abdecken und politische Unterstützung finden. Wenn es um rechtliche und/ oder
politische Absicherungen geht, sehen wir die SOKE als zentrale Anlaufstelle, wobei
die SOKE für uns eine Art Schnittstelle darstellt. Die SOKE als Trägerverband verfügt
über Mitspracherecht als politische Vertretung der Kinderläden in Nürnberg (z.B. im
Jugendhilfeausschuss, Bündnis für Familien).
4.4. Wie wir unsere Räumlichkeiten organisieren
Der Kinderladen ist in einer angemieteten Wohnung (mit ca. 111 qm) im Erdgeschoss
eines Mehrfamilienhauses untergebracht. Die Räumlichkeiten wurden für den
Betrieb einer Kindertagesstätte umgebaut und werden den Bedürfnissen der Kinder
entsprechend bei Bedarf umgestaltet.
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Außerdem ist es den Kindern nach Rücksprache mit dem pädagogischen Personal
erlaubt, für ihr Spiel Räume „umzufunktionieren“.
Der Kinderladen verfügt über folgende Räume, Funktionsbereiche und Materialien:
• Küche zum Zubereiten des Frühstücks und des Mittagessens
• Matratzenzimmer mit verschiedenen Matratzen, Sprossen, Kletterwand und
Hängematte zum Toben, Klettern, Höhlebauen. Außerdem wird es während der
Ruhezeit zum Kuscheln, Vorlesen oder Kassetten hören genutzt.
• Offener Bereich mit Tischen und Stühlen zum Essen und zum Spielen (Regal
mit Brettspielen und Montessorimaterial, Verkleidungskiste), zum Schminken,
zum Malen, zum Kneten, und für pädagogische Angebote.
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GROSSER GRUPPENRAUM
• Kreativecke mit rundem Tisch und unterschiedlichen Materialien zum Malen,
Basteln und sich unterhalten
• Puppenecke mit „Kleinmöbeln“ für Rollenspiele
• Bauecke mit Bauteppich, verschiedenen Holz- und Konstruktionsmaterialien,
Tieren, Autos, Puppenhaus zum Bauen, Rollenspiel, Gestalten und als Platz für
den Morgenkreis
• Leseecke zum Vorlesen, Bücher anschauen und Kuscheln
• Werkelraum mit Werkbank, verschiedenen Materialien und Werkzeugen zum
Gestalten mit Holz und anderen Materialien
Puppenecke Leseecke
Die Außenfläche (ca. 113 qm) mit Kletterturm, Sandkasten und gepflastertem Hof
darf von den Kindern jederzeit zum Spielen, Fahren, Graben, Bauen, Schnitzen usw.
genutzt werden.
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Außerdem werden regelmäßig Außenflächen anderer Institutionen wie der Abenteuerspielplatz
Goldbachwiese e.V., die Gegend um den Valznerweiher oder ansprechende
Parks und Spielplätze genutzt, um unsere Räume zu erweitern und zu bereichern.
4.5. Zusammenfassung und Bedeutung für unsere Arbeit
Zusammengefasst sind für die gesamte pädagogische Arbeit uns folgende Leitgedanken
wichtig:
• Identifikation mit unserer Arbeit und unserem Arbeitsplatz
• Persönlichkeit entwickeln
• Kompetenzen einbringen
• Eigenverantwortlichkeit lernen
• Demokratische Arbeitsweise als Möglichkeit des Zusammenlebens, was auch
den Kindern vermittelt wird
• Politische Arbeit
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Wir
verstehen
uns:
Identifikation
• Wir sind gerne hier
• Hier kann ich meine Ideen
leben und aussprechen
• Ich traue mich
Politisch
• Wir mischen uns ein
• Wir zeigen uns
• Wir sind gerne bei Festen dabei
Demokratisch
• Ich kann mitbestimmen
• Ich darf mich entscheiden
• Manchmal macht es dann doch
Spaß
Persönlichkeit
• Austoben und wild sein
• Einer ist klasse
• Ich kann schon viel und mehr
• Hier kann ich kann „ich“ sein
Kompetenzen
• Ich weiß schon … und es ist gefragt
• In jedem Loch bohren ist super
• Neugierig sein ist anstrengend
• Mit Fragen suche ich Antworten
Eigenverantwortlichkeit
• Ich kann mich kundtun
• Zusammenhalt ist super
• Ich sorge für mich und manchmal auch für
Andere
• Ich werde hier gehört
„Hier kann ich sein und werde mit Spaß begleitet!“
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Schlussgedanken
Eltern haben durch die gegebene Struktur in den selbstorganisierten Kindertagesstätten
die Möglichkeit sich einzubringen, ihre Fähigkeiten zu entdecken und weiter
zu entwickeln. Für Kinder und Eltern entsteht ein Erfahrungsfeld für Solidarität, Demokratie
und politischer Einflussnahme.
Inwieweit Familien in der heutigen Situation noch das wirkliche Bedürfnis haben mit
zu entscheiden, sich in einer Gruppe zu engagieren und über die Bedürfnisse der
eigenen Kleinfamilie hinauszublicken wird eine der nächsten Fragen sein, die wir als
Elterninitiativen zu klären haben.
Durch die Überarbeitung der Konzeption wurde uns die Qualität der pädagogischen
Arbeit neu bewusst.
Die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Bildung“ war und ist für Eltern und das pädagogisches
Team ein Schlüssel für das Verständnis der pädagogischen Grundhaltung.
Die Definition dient auch der Abgrenzung zu neuen Tendenzen, den schulischen
Bildungsbegriff in Kindertagesstätten zu etablieren.
Allerdings wurde auch deutlich, dass der Anspruch den der Kinderladen Kupferhupfer
e.V. und auch der BEP an Bildung, Erziehung, Elternarbeit, usw. haben, und die
Finanzierung durch das neue BayKiBiG nicht zusammenpassen.
Das Gespräch wird weitergehen inwieweit wir uns unsere pädagogischen Grundzüge
mit der damit verbundenen personellen Besetzung noch leisten können.
Pädagogisches Konzept Kinderladen Kupferhupfer e.V.
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Literaturverzeichnis
Folgende Medien wurden zur Erarbeitung des pädagogischen Konzeptes verwendet:
BAYERISCHES STAATSMINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALORDNUNG, FAMILIE UND FRAUEN, STAATSINSTITUT
FÜR FRÜHPÄDAGOGIK (Hrsg.): Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen
bis zur Einschulung. Weinheim und Basel: Beltz Verlag, 2006.
BECKER-TEXTOR, Ingeborg (Hrsg.): Montessori, Maria - Kinder lernen schöpferisch. Freiburg: Herder
Verlag, 1999.
BECKER-TEXTOR, Ingeborg: Pädagogische Handlungskonzepte von Montessori bis zum Situationsansatz.
In: Kindergarten heute spezial. Freiburg: Herder Verlag, 2002.
BECK-Texte: Jugendrecht. München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, 2006.
BEEKMANN, Gabriele: Freies Werken. München: Don Bosco Verlag, 1983.
BUNDESFORUM FAMILIE (Hrsg.): Migrationsfamilien - zwischen Integration und Ausgrenzung.
Gleichberechtigte Teilhabe, Chancengleichheit, Rechtsgleichheit, Beratungsergebnisse des
Bundesforums Familie 2002 – 2004. Berlin, 2004.
CAIATI Maria; DELAC, Svjetlana; MÜLLER, Angelika: Freispiel – freies Spiel? Erfahrungen und Impulse.
München: Don Bosco Verlag, 1995.
CROWTHER, Ingrid: Im Kindergarten kreativ und effektiv lernen - auf die Umgebung kommt es an.
Weinheim und Basel: Beltz Verlag, 2005.
DREIER, Emilia Annette: Was tut der Wind, wenn er nicht weht? Begegnung mit der Kleinkindpädagogik
in Reggio. Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor, 2006.
ELTERN UND ERZIEHERINNEN DER MITGLIEDSEINRICHTUNGEN UND DER KONTAKTSTELLE DER SOKE E.V.:
Qualitätskonzept von und für Elterninitiativen. Nürnberg: 2002.
FTHENAKIS, Wassilios E. (Hrsg.): Elementarpädagogik nach Pisa – Wie aus Kindertagesstätten Bildungseinrichtungen
werden können. Freiburg im Breisgau: Verlag Herder, 2003.
GEO Wissen Nr. 31: Bildung, Wie das Lernen wieder Spaß macht. Hamburg: Gruner + Jahr AG &
CoKG, 2003.
GEO Wissen, Nr. 37: Kindheit & Erziehung, Die ersten 10 Jahre. Hamburg: Gruner + Jahr AG &
CoKG, 2006.
GOPNIK, Alison; KUHL, Patricia; MELTZOFF VON PIPER, Andrew: Forschergeist in Windeln. München:
Piper Verlag, 2005.
Pädagogisches Konzept Kinderladen Kupferhupfer e.V.
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HUBER, Anne Beate; KAUL, Klaus Dieter (Hrsg,): Unterrichtsmaterialien. Ausbildung Montessori-
Pädagogik. 1990, 1991.
KLEIN Lothar: Freinet-Pädagogik im Kindergarten. Freiburg: Herder Verlag, 2002.
KRENZ, Armin: Die Konzeption. Grundlage und Visitenkarte einer Kindertagesstätte. Freiburg: Herder
Verlag, 2004.
LARGO, Remo H.: Kinderjahre. München: Piper Verlag, 2000.
LOEWEN, Hans-Joachim; ANDRES Beate: Bildung und Erziehung in der frühen Kindheit. Weinheim und
Basel: Beltz Verlag, 2002.
LOEWEN, Hans-Joachim; ANDRES Beate: Künstler, Forscher, Konstrukteure. Weinheim und Basel:
Beltz Verlag, 2002.
MONTESSORI, Maria: Kinder sind anders. Stuttgart: Klett Verlag, 1986.
SCHÄFER, Gerd: Bildung beginnt mit der Geburt. Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor, 2005.
SCHÄFER, Gerd: Bildungsprozesse im Kindesalter. Selbstbildung, Erfahrung und Lernen in der frühen
Kindheit. Weinheim und München: Juventa Verlag, 2005.
SEITZ, Rudolf: Kunst in der Kniebeuge, München: Don Bosco Verlag, 1985.
STEENBERG, Ulrich: Montessori – Pädagogik im Kindergarten (Profile für Kitas und Kindergärten). Freiburg:
Herder Verlag, 2006.
TEXTOR, R. Martin; FTHENAKIS, Wassilios E.: Pädagogische Ansätze im Kindergarten. Weinheim und
Basel: Beltz Verlag, 2000.
WEBER, Sigrid (Hrsg.): Die Bildungsbereiche im Kindergarten, Basiswissen für Ausbildung und Praxis.
Freiburg: Herder Verlag, 2003.
WEHRMANN, Ilse: Kindergärten und ihre Zukunft. Weinheim, Basel, Berlin: Beltz Verlag, 2004.
ZIMMER, Renate: Toben macht schlau! Bewegung statt Verkopfung. Freiburg, Basel, Wein: Herder
Verlag spektrum, 2004.
ZIMMER, Renate: Handbuch der Sinneswahrnehmung. Grundlage einer ganzheitlichen Bildung und
Erziehung. Freiburg: Herder Verlag, 2006.
ZIMMER, Renate: Handbuch der Psychomotorik. Theorie und Praxis der psychomotorischen Förderung
von Kindern. Freiburg: Herder Verlag, 2007.
Pädagogisches Konzept Kinderladen Kupferhupfer e.V.
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Impressum
Bei der Erstellung dieser Konzeption (Stand August 2007) haben mitgewirkt:
Das pädagogische Team des Kinderladens Kupferhupfer e.V.
Edith Fischer, staatlich anerkannte Erzieherin, Montessoridiplom
Elke Ostermeier, staatlich anerkannte Erzieherin
Saskia Weiß, Praktikantin
Der Vorstand des Kinderladens Kupferhupfer e.V.
Claudia Lindner, Dipl. Sozialpädagogin FH
Iris Schneider, staatlich anerkannte Krankenschwester
Anke Scheer, Ärztin
Nicholas Heidenreich, Architekt
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Anhang
1. Träger
Der Träger der Kindertagesstätte ist der Verein Kupferhupfer e.V.
2. Organe des Vereins und ihre Aufgaben
2.1. Mitgliederversammlung
Alle Eltern sind Mitglieder des Vereins Kupferhupfer e.V. und haben je Kind, das den
Kinderladen besucht, eine Stimme.
Ehemalige Eltern können Fördermitglieder des Vereins werden. Sie haben allerdings
kein Stimmrecht.
Die Mitgliederversammlung wird mindestens einmal im Jahr von dem Vorstand einberufen.
Sie hört die Berichte des Vorstandes und entlastet ihn. Außerdem wählt sie
den neuen Vorstand, ist verantwortlich für Satzungsänderungen, Personalentscheidungen,
Finanzen und legt das pädagogische Konzept fest.
2.2. Vorstand
Dieser besteht aus dem ersten Vorsitzenden / der ersten Vorsitzenden, dem Stellvertreter
/ der Stellvertreterin, dem Kassier / der Kassiererin und dem Schriftführer / der
Schriftführerin.
Der Vorstand vertritt die Belange des Vereins nach außen und nach innen. In seiner
Funktion als Arbeitgeber versteht er sich als Bindeglied zwischen den Eltern und
dem pädagogischen Team.
Interne Organisations- und Kommunikationsstruktur
des Kinderladen Kupferhupfer e.V.
Pädagogisches Konzept Kinderladen Kupferhupfer e.V.
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Er übernimmt einen Großteil der anfallenden Verwaltungsaufgaben, unter anderem
Abrechnungen, Kontakte zu Ämtern, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit und Personalfragen.
Er erarbeitet Vorschläge, die dem Elternbeirat vorgelegt werden.
Die anfallenden Aufgaben und Bereiche werden je nach Fähigkeiten, Interesse und
zeitlicher Kapazität der Vorstandsmitglieder verteilt. Das bedeutet nicht, dass die
Aufgaben und Bereiche von dieser Person alleine übernommen werden müssen,
sondern, dass dieses Vorstandsmitglied dafür verantwortlich ist.
Momentan wurden die Aufgaben wie folgt verteilt:
2.2.1. Erste Vorsitzende
• Regelmäßigen Kontakt zum Vermieter / Hausverwaltung halten.
• Regelmäßiger Kontakt zum Jugendamt und Qualifizierung über die rechtlichen
und pädagogischen Grundlagen zum Betrieb einer Kindertagesstätte (aktueller
Kenntnisstand des BayKiBiG`s)
• Einrichtung und Aktualisierung des Internetauftritts des Kinderladens auf
www.kita-bayern.de
• Inhaltliche Betreuung der Kinderladenhomepage, Weitergabe von Informationen
an den Homepageverantwortlichen
• Informationen über verschiedene Stiftungen und Stellen von Förderanträgen für
Projekte an verschiedene Stiftungen
• Öffentlichkeitsarbeit, Entwicklung von Werbestrategien, Informationsabend
• Vernetzung im Stadtteil, Kontakt zu anderen Einrichtungen im Stadtteil
• Ansprechperson für die PraktikantIn
• Vorbereiten, Leiten und Nachbereiten der mindestens einmal jährlich stattfindenden
MitarbeiterInnengespräche
• Ständige Qualifizierung über neue Sicherheitsnormen in den Kindertagesstätten
• Kontakt zur Noris-Arbeit gGmbH (NOA) und Verantwortung für die „1 € - Küchenkraft“
• Leitung der Organisatorischen Elternabende
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2.2.2. Zweite Vorsitzende
• Ansprechperson für die Erzieherinnen
• Organisation von Elterndiensten oder einer pädagogisch ausgebildeten Ersatzkraft
bei Krankheit oder Urlaub einer Erzieherin
• Teilnahme an den Vorbereitungstreffen für das Stadtteilfest Zeltnerschloß und
Planung und Durchführung der Aktionen des Kinderladens
• Kontakt zum Jugendamt (Wirtschaftliche Jugendhilfe), Kenntnisse über den aktuellen
Rechtsstand und Unterstützung von Eltern beim Stellen eines Antrages auf
Kostenübernahme
• Besorgen der Geschenke für das pädagogische Team, Einsammeln des „Geschenkebeitrages“
von allen Familien
• Leitung des Elternteams zur Auswahl der neuen Kinder, Anmeldegespräche mit
interessierten Eltern und Vertragsabschlüsse, Entwerfen und Versenden des
Willkommensbriefs
• Vorbereiten und Nachbereiten der MitarbeiterInnengespräche und dabei Führen
des Protokolls
• Abrufen des E-Mails- Accounts und Bearbeiten oder Weiterleiten
2.2.3. Schriftführerin
• Erstellen der Kochliste und Aushang am schwarzen Brett (mindestens für drei
Wochen im Voraus)
• Erstellen der Putzliste (mindestens für drei Monate im Voraus)
• Führen der Handkasse und Übergabe des Essens- und Spielgeld an das pädagogische
Team
• Führen der Adressenliste
• Verschicken der Einladungen für Fördermitglieder und Ehemalige zu Veranstaltungen
(z.B. Herbstausflug, Sommerfest, Laternenfest) und zur Mitgliederversammlung
• Verfassen und versenden von Spendenbriefen an Firmen
• Erstellen der Protokolle der organisatorischen Elternabende, der Vorstandssitzungen
und der Team-Vorstandssitzungen
• Erstellen von Aushängen
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2.2.4. Kassenwart
• Regelmäßige Überweisung der Gehälter der Erzieherinnen und anderer Fixkosten
(Miete usw.)
• Prüfung und fristgerechte Überweisung von eingehenden Rechnungen
• Überprüfen der Betreuungsverträge und monatliche Kontrolle der eingehenden
Zahlungen
• Sofortige Mahnung sollten Beiträge nicht eingehen
• Überprüfung und Bestätigung des Eingangs der Kaution und Rückzahlung am
Ende der Vertragslaufzeit
• Meldungen der Buchungen der Eltern nach dem BayKiBiG ans Jugendamt spätestens
im August und Abrechnung am Ende des Kinderladenjahres inklusive eventueller
Buchungsänderungen
• Bestätigung von eventuellen Kündigungen
• Erstellen eines Kostenplans für das neue Kinderladenjahr
• Abrechnung des vergangenen Kinderladenjahres
• Einzug der Beiträge von Fördermitgliedern
• Erstellen und Versenden von Spendenquittungen
• Überprüfen der Stundenzettel des pädagogischen Teams
• Erhalt, Überprüfung und Genehmigung der Urlaubsanträge
• Regelmäßige Qualifizierung zu Themen des Arbeits- und Tarifrechts
2.3. Elternbeirat
Da alle Eltern den Elternbeirat bilden, stellt jeder Organisatorische Elternabend (Orgel)
eine Elternbeiratssitzung da.
Nach dem Selbstverständnis der Elterninitiativen ist es sehr wichtig, die Eltern in
Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen und zu gemeinsamen Lösungen zu
kommen. Nur so können sich Eltern mit der Einrichtung identifizieren.
Der Elternbeirat kann Arbeitsgruppen bilden oder Aufgaben an einzelne delegieren.
Diese berichten dann im Elternbeirat über ihre Arbeit.
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Die Eltern übernehmen durch die regelmäßig anfallenden Dienste und die Mitarbeit
in Arbeitsgruppen Verantwortung für den Kinderladen.
Der Kontakt unter den Eltern soll durch Offenheit, Achtung und Regelmäßigkeit geprägt
sein. Dieses zu Ermöglichen ist Aufgabe des Vorstandes und des pädagogischen
Teams.
3. Kommunikation zwischen den verschiedenen Organen und dem pädagogischen
Team
Durch den persönlichen (manchmal täglichen) Kontakt zwischen dem Team, den Eltern
und den Mitgliedern des Vorstandes ist eine gute Kommunikationsmöglichkeit
gegeben.
Diese „Tür- und Angelgespräche“ können aber nur zu einem kurzen Informationsaustausch
genutzt werden. Außerdem befinden sich in der Bring- und Abholzeit die Vorstandsmitglieder
in einem Rollenkonflikt als Eltern und als Vorstandsmitglieder.
Deshalb sind regelmäßige Treffen mit allen Team- und Vorstandsmitgliedern und
Elternabende sehr wichtig.
3.1. Vorstand untereinander
Der Vorstand trifft sich zeitnah zu den Organisatorischen Elternabenden alle sechs
Wochen, um anfallende Aufgaben zu erledigen und den „Organisatorischen Elternabend“
zu besprechen.
Dazwischen gibt es Gesprächstermine zwischen einzelnen Vorstandsmitgliedern.
Außerdem sind die Vorstandsmitglieder in Arbeitsgruppen des Elternbeirates eingebunden.
Durch die schnelle Kommunikation per Telefon und Internet können Entscheidungen
recht schnell und unbürokratisch getroffen werden.
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3.2. Team - Vorstand
Das pädagogische Team ist dem Vorstand weisungsgebunden und ist aufgrund der
Arbeitsplatzbeschreibung und des Arbeitsvertrages angehalten, den Vorstand sowohl
über seine pädagogische Arbeit als auch über organisatorische Dinge wie zum Beispiel
Urlaub, Fortbildungen, größere Anschaffungen zu informieren.
Das pädagogische Team und der Vorstand treffen sich in regelmäßigen Abständen
(alle 2 Monate), um sich gegenseitig über die Arbeit zu informieren. Bei diesen Treffen
werden auch Absprachen getroffen, wer für welche Bereiche zuständig ist.
Sie ermöglichen den Blick auf die Arbeit der anderen und verhindern, sich in „zwei
Lager“ zu spalten. Es ist sehr wichtig, dass der Vorstand über das pädagogische
Konzept und die pädagogische Arbeit und auch Probleme gut informiert wird und die
pädagogische Arbeit unterstützt. Nur so kann die pädagogische Arbeit auch vom
Vorstand zu den Eltern und in die Öffentlichkeit getragen werden.
Ebenso wichtig ist es, dass das pädagogische Team über die Arbeit des Vorstandes
informiert wird und Einblick in verwaltungstechnische Aufgaben erhält. So können
Veränderungen in den Rahmenbedingungen (z.B. Finanzierung) dargelegt und Verständnis
dafür geschaffen werden.
Für kurze Informationen können „Tür- und Angelgespräche“ oder die Teamsitzungen
genutzt werden.
Die jährlichen Mitarbeitergespräche sollen jedem Mitarbeiter / jeder Mitarbeiterin ein
feed - back über die geleistete Arbeit geben und zur Reflexion des zurückliegenden
Jahres beitragen. Dabei bieten sie die Möglichkeit, Schwierigkeiten und Veränderungswünsche
von Seiten der Mitarbeiter zu äußern.
Außerdem sollen überprüfbare Ziele für die Arbeit im nächsten Jahr festlegt werden.
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3.3. Vorstand – Elternbeirat / Elternbeirat untereinander
Elternabende stellen einen wichtigen Teil der pädagogischen Arbeit des Kinderladens
dar. Die Eltern sind dazu aufgefordert, daran teilzunehmen und von ihrem
Recht an Mitbestimmung Gebrauch zu machen.
Das Protokollbuch ist für alle Eltern zugänglich und schafft so die Möglichkeit für die
Eltern, sich schnell über die Inhalte des letzten organisatorischen Elternabends zu
informieren.
Organisatorische Elternabende
In den Organisatorischen Elternabenden werden die Eltern über die Arbeit des Vorstandes
und der Arbeitsgruppen formiert. Aber auch das Team (ein Mitglied ist immer
anwesend) gibt einen kurzen Gruppenbericht und die Eltern haben die Möglichkeit
nachzufragen.
Außerhalb der Elternabende können Informationen auf folgenden Wegen an die Eltern
weitergegeben werden:
• Aushänge am der Pinnwand
• Infos in die Familienrollen
• Telefonate / E-Mails
• „Tür- und Angelgespräche“
3.4. Team – Elternbeirat
Pädagogische Elternabende
Diese dienen der Kommunikation zwischen den Eltern und dem pädagogischen
Team, aber auch den Eltern untereinander. Sie sollen die Gelegenheit bieten, die
pädagogische Arbeit im Kinderladen kennen zu lernen und zu hinterfragen. Die Eltern
können sich gegenseitig als Erziehende wahrnehmen und sich unterstützen.Kinderladen
Kupferhupfer e.V.
Kupferstraße 28
90478 Nürnberg
Tel. 0911 – 472501
E-Mail: kupferhupfer@web.de
www.kupferhupfer.de
Pädagogisches Konzept
Pädagogisches Konzept Kinderladen Kupferhupfer e.V.
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